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Kanon
Der Nürnberger Barock-Organist und Komponist Johann Pachelbel hat im Laufe seines Lebens (1653-1706) einiges an Musik geschrieben, viel für die Orgel vor allem.

Doch unsterblich wurde er mit nur acht Tönen, seinem "Kanon in D-Dur". Dieser ist heute untrennbar mit seinem Namen verbunden. Es gibt ihn in zahllosen Versionen und Varianten, kaum jemand, der ihn nicht nicht schon einmal irgendwo gehört hätte. Sein Grundthema ist so schön und so universell, dass man in der Musikwelt nur vom "Pachelbel-Schema" spricht.

Dabei ist dieser Kanon gar nicht mal sonderlich repräsentativ für Pachelbels Werk; er hat noch nicht einmal einen zweiten Kanon geschrieben. Als ihm dieser eine zuflog, muss das ein recht magischer Moment gewesen sein.

Indes darf man sich fragen, wie es Pachelbel gefallen hätte, vollständig auf acht Töne reduziert zu werden. Würde er heute leben und Konzerte geben, würde wohl immer so ein Dödel aus der letzten Reihe rufen: "Kaaaanooooon!"
Moderne Komponisten von Minimal-Music dagegen könnten ihm sicher erklären, wie wichtig und bedeutsam eine Folge von nur acht Tönen sein kann.

Hier Pachelbels Kanon in seiner Ursprungsnotation gespielt auf originalen Instrumenten der Barock-Zeit
vom San Francisco Early Music Ensemble "Voices of Music":














 
 
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Get Well Soon
"The Scarlet Beast O' Seven Heads", 2012

Ein komplettes Album, legal online gestellt durch City Slang, das Label, bei dem die Gruppe unter Vertrag ist. So kann Marketing heute aussehen.














 
 
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"Different Trains"
Während der 1940er Jahre war Steve Reich öfters auf der Bahnstrecke zwischen New York und Los Angeles unterwegs, um seine getrennt lebenden Eltern zu besuchen.

Jahre später kam ihm der Gedanke, was hätte sein können, wäre er jüdisch gewesen und hätte in Europa gelebt. Vielleicht hätte er zu dieser Zeit ebenfalls in einem Zug gesessen, doch möglicherweise in einem Deportationszug in Richtung Auschwitz.

1988 schrieb er "Different Trains", ein dreisätziges Streichquartet. Das Kronos-Quartet machte die erste Einspielung.

Das minimalistische doch atmosphärisch umso dichtere "Different Trains" verwendet zahlreiche Geräuscheffekte und Sprachsamples. Letzere stammen aus Interviews, teils geführt mit Amerikanern, die sich an die 1940er erinnerten, teils mit Holocaust-Überlebenden, die über ihre Fahrt in die Vernichtungslager sprachen.

Die Sampels wurden in ein Keyboard programmiert, so dass sie bei der Aufführung des Stücks der Partitur entsprechend abgespielt werden konnten, gerade so wie ein weiteres Instrument neben den Streichern.


Teil 1 - Amerika vor dem Krieg




Teil 2 - Europa während des Krieges




Teil 3 - Nach dem Krieg





http://en.wikipedia.org/wiki/Different_Trains












 
 
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"Ein Hirnscan kann vielleicht die neuronalen Anzeichen einer Depression enthüllen, aber eine Sinfonie von Beethoven enthüllt uns, wie die Depression sich anfühlt."

Eric Kandel












 
 
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Hand Pumped Organ
Früher einmal machte man das in jeder Kirche so: